Pressemitteilung

Trinkwasseraufbereitung 4.0 – Preventive Maintenance

Seccua bietet automatisierte Funktionsüberwachung seiner Filtrationsanlagen

Steingaden, 12. April 2016 – Industrie 4.0 hält auch in der Trink- und Abwasseraufbereitung Einzug. Ob in der Überwachung, der Mess- und Analyse- oder der Steuerungs- und Regeltechnik – leistungsfähige und zuverlässige Lösungen zur Automatisierung und Fernüberwachung der anfallenden Prozesse sind zunehmend gefordert. Denn die Verfügbarkeit eines technischen Systems ist ein entscheidendes Qualitätskriterium: ungeplante Ausfälle von zentralen Bauteilen verursachen meist hohe Folgekosten. Seccua bietet deshalb für seine Membranfiltrationslösungen leistungsfähige Steuerungstechnik zur automatischen Funktions- und Integritätsüberwachung, die jederzeit Informationen über den Zustand des Filters liefert und warnt – Stichwort ‚Preventive Maintenance’. Instandhaltung lässt sich damit effizienter planen und Fehlfunktionen sowie unvorhergesehene Ausfallzeiten so weit wie möglich ausschließen bzw. vermeiden.

Immer häufiger wird auch im Zusammenhang mit Trinkwasseraufbereitung von Industrie 4.0-Standards gesprochen. Das Schlagwort stammt ursprünglich aus der Produktions- und Fertigungstechnik und steht für eine intelligente Vernetzung von dezentralen autonomen, sich situativ selbst steuernden, selbst konfigurierenden, wissensbasierten, sensorgestützten und räumlich verteilten Anlagen (Definition Fraunhofer). In der modernen Trinkwasseraufbereitung stehen zwei Aspekte im Mittelpunkt: zum einen die fehlerfreie Aufbereitungsleistung, zum anderen die zuverlässige Funktion ohne unvorhergesehene Ausfälle. Beide Aspekte werden heute durch automatisierte Prozesse (fern-)überwacht. Moderne Ultrafiltrationsanlagen von Seccua verfügen über intelligente Steuerungssysteme, die helfen, die hohen technischen Anforderungen so benutzerfreundlich wie möglich umzusetzen. Die ausgereifte und standardisierte Seccua Control Pro steuert den gesamten Aufbereitungsprozess im Wasserwerk vollautomatisch, kann sich bei Bedarf aber auch auf den Ultrafiltrationsprozess beschränken und in eine übergeordnete Steuerungstechnik eingebunden werden. Seccua-Anlagen verfügen über branchenführende intelligente Steuerung für einen vollautomatischen Betrieb des Systems, einschließlich der vollautomatischen und hochauflösenden Membranüberwachung („Integritätstest“), der Alarmweitergabe auch an Mobilfunkgeräte und des Remote-Zugriffs. Folgende Aspekte können die Steuerungssysteme von Seccua abdecken:

Vollautomatische Anpassung der Spülzyklen

Zu den wichtigsten Anforderungen an Filtrationsanlagen zählt die Anpassung der Spülzyklen an eine oft stark schwankende Schmutzfracht. Vor allem bei der Aufbereitung von Quellwasser in öffentlich genutzten Trinkwasserversorgungen müssen sich Spülungen nach der Rohwasserqualität richten. In Zeiten mit hohem Niederschlag und einer schlechteren Rohwasserqualität erhöhen die Anlagen von Seccua deshalb automatisch die Anzahl der Spülungen, um die Membran sauber zu halten und damit einen konstanten Betrieb zu garantieren. In Trockenperioden geht bei vielen Quellen die Schüttung zurück und es muss Wasser gespart werden. Während dieser Zeit ist das Wasser oft unproblematisch und die Anlage muss wesentlich weniger oft spülen, ohne dass die Membran verschmutzt. Ein integrierter Datenschreiber protokolliert alle wichtigen Betriebsdaten, so auch zu Verschmutzungszustand, Produktionsmenge und Trübung, und erlaubt so eine Auswertung des Filtrationsprozesses und eine anschließende Optimierung. Darüber hinaus gibt die Anlage auch rein informative Alarmmeldungen aus, die den Betreiber z.B. darüber informieren, wenn Reinigungszyklen nicht mehr die erwünschte Effektivität erreichen, so kann der Betreiber etwas verändern und eingreifen, bevor es zum Ausfall der Anlage kommt.

Mit einer vollautomatischen, chemikalienunterstützen Reinigung können Seccua Anlagen auch besonders schwierige Wässer vollautomatisch aufbereiten. Wenn normale Reinwasserspülungen nicht mehr den gewünschten Effekt zeigen, wird eine chemikalienunterstütze Spülung (CEB) durchgeführt, um die schwierigen Beläge von Zeit zu Zeit von der Membran zu entfernen. In den meisten Fällen kann jedoch durch entsprechende Auslegung der Anlage in Kombination mit den beschriebenen Optimierungsmöglichkeiten die Investition in eine vollautomatische chemische Reinigungsanlage vermieden und die chemische Reinigung manuell mit dem jährlichen Service durchgeführt werden.

Hochauflösender Membranintegritätstest

Krankheitserreger können Ultrafilter nur passieren, wenn diese beschädigt sind. Dies kann zum Beispiel durch sehr kleine scharfkantige Teilchen, wie Metallspäne oder Rostpartikel, passieren, aber auch durch Druckstöße, die durch schnell anlaufende Pumpen oder zu schnell schließende Rückschlagklappen oder Ventile im Leitungsnetz entstehen. Damit Ultrafiltrationsanlagen, die zur Entfernung von Trübung und resistenten Krankheitserregern in der öffentlichen Trinkwasseraufbereitung eingesetzt werden, auch von den Gesundheitsämtern als Barriere für Parasiten und Bakterien anerkannt werden, müssen sie über einen vollautomatischen Membranintegritätstest verfügen, der mikrofeine Defekte der Membran aufspürt. Deshalb fordert der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) beim Einsatz einer Ultrafiltrationsanlage eine regelmäßige und hochauflösende Überwachung der Filteranlagen (DVGW Arbeistblatt W213-5).

Ultrafiltrationsanlagen von Seccua erfassen mit einem automatischen Integritätstest selbst kleinste Defekte von 1 µm (einem tausendstel Millimeter). Zugelassen von staatlichen Gesundheitsämtern in den USA und entsprechend der technischen Richtlinien des DVGW sowie führender Forschungsinstitute in Deutschland, können Membranschäden so aufgespürt und automatisch der Betreiber alarmiert werden. Dies stellt einen erheblichen Sicherheitsgewinn dar.

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Seccua GmbH

Seccua ist weltweit führender Entwickler von kompakten und kostengünstigen Lösungen zur vollständigen Entfernung von Krankheitserregern aus Trinkwasser. Mit seinen Anlagen für private und öffentliche Anwendungen entfernt Seccua durch physikalische Membranfiltration in einem einzigen Aufbereitungsschritt mehr als 99,99 Prozent aller Viren, Bakterien und Parasiten sowie Trübungen und Rotfärbungen. Die Wasserchemie bleibt unbeeinflusst, das Wasser ist anschließend in mikrobakteriell einwandfreiem Zustand.

Seccua hat als erster Hersteller von Kompaktgeräten die Zulassung der US-Umweltbehörde EPA als vollständige Desinfektionsstufe erhalten. Seccua-Anlagen kommen schwerpunktmäßig zum Einsatz in der Haustechnik privater und öffentlicher Gebäude (Phoenix®, Virex®Pro, UrSpring) zur Entfernung von Bakterien, Viren und Legionellen. Seccua bietet einen ganzheitlichen Schutz, da es die Ursachen mangelhafter Trinkwasserqualität bekämpft, statt nur Symptome zu behandeln. Weitere Einsatzbereiche sind öffentliche Wasserversorgungen (Phoenix®). Seccua-Anlagen sind nicht nur in Deutschland, sondern weltweit im Einsatz, darunter in China, den USA, Mexiko, Australien und Kanada. 2012 wurde Seccua mit dem Cleantech Media Award ausgezeichnet. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.seccua.de.