Öffentliche Trinkwasseraufbereitung

Wer muss die Regeln der öffentlichen Trinkwasserversorgung beachten? Welche Regeln müssen bei der Auswahl eines Entkeimungsverfahrens in der öffentlichen Trinkwasseraufbereitung berücksichtigt werden? Hier finden Sie die Antwort, kurz und prägnant zusammengefasst.

Wer ist öffentlicher Wasserversorger?

Bei uns in Deutschland ist jeder, der Wasser an sogenannte „Dritte“ abgibt, oder auch nur zur Verfügung stellt, direkt für die Trinkwasserqualität verantwortlich. Dies gilt natürlich für die Stadtwerke sowie Wasserbeschaffungsverbände, aber eben auch für alle, die einen privaten Brunnen oder eine private Quelle betreiben und dieses Wasser an „Dritte“ in irgendeiner Form weitergeben. Dies ist zum Beispiel der Fall bei:

  • Ferienwohnungen, die durch Eigenwasser versorgt werden
  • Almhütten mit Gastronomie
  • Eigenwasser, welches zur Herstellung von Lebensmitteln verwendet wird, oder mit Lebensmitten in Berührung kommt, die zum Verkauf vorgesehen sind.

Bei öffentlichen Versorgern endet der Verantwortungsbereich am Hauswassereingang nach der Wasseruhr. Danach hat der Gebäudebetreiber bzw. der Besitzer die Verantwortung. Bei Einzelwasserversorgern mit „Abgabe an Dritte“ fallen diese beiden Bereiche zusammen.

Die deutsche Trinkwasserverordnung (TrinkwV)

Die Trinkwasserverordnung (TrinkwV) in Deutschland schreibt äußerst strikte Grenzwerte für potenzielle Krankheitserreger im Trinkwasser vor: Die Grenzwerte für nicht krankheitsverursachende Bakterien liegen bei 100 koloniebildenden Einheiten (KBE) je 100 Milliliter; Enterokokken und coliforme Bakterien dürfen in 100 Millilitern Wasserprobe überhaupt nicht nachweisbar sein.

Dennoch liefern öffentliche Trinkwasserversorgungen aufgrund fehlender oder veralteter Aufbereitungstechnik noch immer zeitweise keimbelastetes Wasser an die Verbraucher. Im Bereich der kleinen Trinkwassergewinnung mit weniger als einer Million Liter pro Jahr Abgabeleistung überschreiten sogar bis zu 65 Prozent der Versorgungen die Vorgaben.

Das sind die Richtlinien

„Trinkwasser muss rein und genusstauglich sein“

"Trinkwasser muss so beschaffen sein, dass durch seinen Genuss oder Gebrauch eine Schädigung der menschlichen Gesundheit insbesondere durch Krankheitserreger nicht zu besorgen ist. Es muss rein und genusstauglich sein."

(TrinkwV §4)

Gesundes Wasser auch für Sie? 0800 5893976

Schritt 1: Was fordert das Regelwerk?

TrinkWV 2001 (Aug. 2013)

Richtlinien Umweltbundesamt

RKI Richtlinien für Infektionsschutz

Bakterien

E-Coli: 0/100 ml
Enterokokken: 0/100 ml
Koloniezahl (22°C): <= 100/ml Koloniezahl (36°C): <= 100/ml
Zusätzlich Minimierungsgebot

Gem. TrinkWV

Legionellen: <1/ml und <100/ml P. aeruginosa: 0/100 ml Gesamtkeimzahl: <100/ml

Parasiten

Minimierungsgebot

Anforderung an Aufbereitung: Entfernungsleistung >99,99%, wenn Grundwasserleiter durch Oberflächenwasser beeinflusst wird (jährliche Begehung)

Viren

Minimierungsgebot

Schritt 2: Welche Technologie ist geeignet?

UV Bestrahlung

Chlorierung

Seccua Ultrafiltration

Technik

Deaktivierung von Bakterien durch Schädigung des Erbguts durch UV-Strahlung

Abtötung der Keime durch Beschädigung der Zellwände durch unterchlorige Säure aus Chlorbleichlauge

Vollständige Entfernung der Keime durch Filtration mit Nanoporen

Entfernung von Bakterien gem. TrinkWV

Gut (>99,99%), wenn keine Trüb- oder Farbstoffe im Wasser vorhanden, in Verbindung mit Kontrolle der Transmission

Gut (>99,99%), wenn keine gelösten organischen Bestandteile im Wasser vorhanden, in Verbindung mit kont. Messung der Chlorkonzentration

Gut (>99,99%), in Verbindung mit Integritätstest nach DVGW W 213-5. Gilt auch bei Parasiten.

Entfernung von Parasiten gem. UBA

Nein, da Parasiten Sporen bilden, durch die UV-Licht nicht dringen kann

Nein, da Parasiten Sporen bilden, die durch Chlor nicht durchdrungen werden

Gut (>99,99%)

Entfernung von Trübstoffen

Nein

Nein

Vollständig

Einsatz bei Färbung

Bedingt, Strahlungsstärke muss angepasst werden.

Nein, Chlorbleichlauge reagiert mit natürlichen Farbstoffen zu giftigen Nebenprodukten. Die hierfür geltenden Grenzwerte müssen überwacht und eingehalten werden.

Ja. Kein Einfluß auf Entfernungsleistung.

3x3 Methode zur Einhaltung mikrobakteriologischer Grenzwerte

Schritt 3: Das Multibarrierenprinzip – 3×3 Methode

Anhand der dargestellten grafischen Reduktionsmethode wird eine schnelle Abschätzung der notwendigen Maßnahmen zur Sicherstellung der Trinkwasserhygiene möglich.

Vertrauen Sie dem Marktführer

Seccua Phoenix und Virex Pro Anlagen sorgen mittlerweile in weit mehr als 120 öffentlichen Wasserversorgungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz für sicheres, keimfreies Trinkwasser. Damit ist Seccua nicht nur führend in Sachen Technologie, sondern verfügt auch über die meisten Referenzen in diesem wichtigen Marktsegment.

Seccua Referenzen

Professionelle Betreuung vor Ort

Das Team der Seccua Service Techniker und Installations- und Servicepartner unterstützt Sie bei der Installation der Anlagen, bei der Betriebsoptimierung und bei Wartung und Service. Unsere autorisierten Installations- und Servicepartner nehmen regelmäßig an Herstellerschulungen teil und genißen zu Recht in ihren jeweiligen Regionen den besten Ruf!

Autorisierter Seccua Partner werden

Welche Lösung ist die Richtige für Sie?

Sorgen Sie für sichere Trinkwasserversorgung in Ihrer Gemeinde bei allen Wetterereignissen. Lassen Sie sich kostenfrei von uns beraten: Wir sind für Sie erreichbar von Mo bis Do 08:00 Uhr – 16:00 Uhr, und Fr 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr:

Kostenfreie Beratung: 0800 5893976

Phoenix

Skalierbare Aufbereitungsanlage von 80 bis über 1000 m3 pro Tag

zur Phoenix

In der Praxis

Sehen Sie sich hier unsere Referenzen an – u.a. wie wir die öffentliche Wasserversorgung der Gemeinde Schönberg erfolgreich unterstützt haben.

Seccua in Schönberg