Presse-Echo vom 10.05.2016

Seccua: Fachtagung "Trinkwasserhygiene in der Gebäudetechnik" am 03.06.2016

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Seccua, Hersteller von standardisierten Membranfiltrationsanlagen, veranstaltet am Freitag, den 03.06.2016 in Steingaden/Oberbayern eine Fachtagung zum Thema „Trinkwasserhygiene in der Gebäudetechnik“.

Trinkwasserhygiene ist ein hochsensibler Bereich und wird zunehmend zum Problem. Knapp ein Drittel des Grundwassers in Bayern erfüllt nach einer aktuellen Untersuchung des Landesamtes für Umwelt (LfU) die Anforderungen eines „guten Zustands“ im Sinne der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie nicht mehr. Belastungen ergäben sich vor allem durch das in der Landwirtschaft eingesetzte Düngemittel Nitrat. Die Situation werde sich bis 2021 sogar noch verschlechtern, dann seien bereits fast 40 Prozent des bayerischen Grundwassers belastet. Aber auch die Situation bei Legionellen sowie anderen Krankheitserregern, Parasiten und gelösten Inhaltsstoffen wie Arzneimittelrückständen macht Sorge.

Mit welchen Maßnahmen Trinkwasserhygiene in der Gebäudetechnik sichergestellt werden kann, das ist Inhalt der ganztägigen Fachtagung der Seccua Distribution GmbH.

  • Termin: Freitag, 03.06.2016 in 86989 Steingaden/Oberbayern
  • Dauer: 9:30 – 16 Uhr
  • Teilnahmegebühr: 69 Euro (inkl. 19 % MwSt.)

Jeder Teilnehmer erhält ein Zertikat über die Teilnahme.

Inhalte der Fachtagung

1. Trinkwasserhygiene im Brandschutz zur Umsetzung der DIN 1988 – 600

Feuerlösch- und Brandschutzanlagen in Gebäuden stellen ein hohes Risiko für die Trinkwasserhygiene dar, wenn sie unmittelbar mit der Trinkwasserinstallation verbunden sind, da sie während ihrer Lebensdauer nur sehr selten betrieben werden. Weil sie häufig mit Wasser gefüllt sind, besteht die Gefahr, dass dieses alternde Wasser hygienische Probleme verursacht. DIN 1988 – 600 regelt, wie Trinkwasserinstallationen in Verbindung mit Feuerlösch- und Brandschutzanlagen ausgeführt sein müssen. Der Vortrag von Hans-Otto Gistel, Sachverständiger und Referent für Trinkwasserhygiene, Brandschutz und Feuerlöschtechnik (IB Bachmann & Gedinia / DEKRA), zeigt auf, was bei der Umsetzung der Vorschriften zu beachten ist.

2. Energieeinsparungsverordnung und Trinkwasserhygiene im Einklang – Erfolgskonzept seit 2011 im Neubau / Komplettsanierung

Heißwasserbereiter, wie sie bei Niedrigenergie- bzw. Passivhäusern zum Einsatz kommen, können in der Regel nicht dauerhaft die gesetzlich vorgeschriebene Desinfektionstemperatur von >70°C bereitstellen. Erdwärmepumpen haben z.B. ihren höchsten Wirkungsgrad bei ungefähr 50°C, zu wenig, um eine wirksame Abtötung von Keimen im Leitungsnetz zu gewährleisten. Wie moderne Heißwasserbereiter, die mit Brennwerttechnik, Solarenergie oder Geothermie betrieben werden, trotz Unterschreitung der zur Keimabtötung bislang als „Stand der Technik“ geforderten Wassertemperatur einen effektiven Schutz vor Legionellen auch bei Niedrigenergie- bzw. Passivhäusern gewährleisten, erklärt Referent Jannick Büntig, Leiter Anwendungstechnik (Seccua GmbH).

3. Nachhaltige Sanierung von Bestandsgebäuden bei dauerhaften Grenzwertüberschreitungen mit Legionella species

Über Monate bestimmten amtliche Duschverbote der Gesundheitsbehörden und extrem erhöhte Legionellenwerte im Trinkwassersystem die Situation in einem großen süddeutschen Apartmenthaus aus den 70er-Jahren mit knapp 300 Wohneinheiten und ca. 500 Bewohnern. Klassische Sanierungsmaßnahmen wie thermische Desinfektion und Chemikalien waren entweder nicht durchführbar oder brachten nicht die erwünschten Erfolge. Das Ingenieurbüro WASSERNETZ beschritt deshalb bei der Legionellensanierung des Gebäudes innovative Wege und setzte im Zusammenspiel mit anderen technischen Maßnahmen auf Membranfiltration. Bernhard Bosch, Spezialist für die Sanierung von Trinkwasserleitungsnetzen in der Gebäuden (WASSERNETZ Ingenieurgesellschaft mbH), berichtet über dieses Projekt. (fei)