Presse-Echo vom 10.05.2016

Seccua veranstaltet Fachtagung zum Thema „Trinkwasserhygiene in der Gebäudetechnik“

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Das Thema Trinkwasserhygiene spielt in der Gebäudetechnik eine zunehmend wichtige Rolle, egal ob bei Planung und Installation oder im Betrieb, ob bei Bestands- oder Neubauten. So kommt es nach Angaben der Gesundheitsämter bei mehr als einem Drittel der seit 2012 meldepflichtigen Anlagen in Wohnhäusern zu Überschreitungen der Legionellengrenzwerte. Nitrate aus der Landwirtschaft verschlechtern zunehmend die Qualität des Grundwassers. Das Unternehmen Seccua aus Steingaden, seit Jahren Technologieführer auf dem Gebiet der standardisierten Membranfiltrationsanlagen, veranstaltet deshalb am Freitag, den 3. Juni 2016 in Steingaden/Oberbayern eine Fachtagung zum Thema „Trinkwasserhygiene in der Gebäudetechnik“.

Trinkwasserhygiene ist ein hochsensibler Bereich und wird zunehmend zum Problem. Knapp ein Drittel des Grundwassers in Bayern erfüllt nach einer aktuellen Untersuchung des Landesamtes für Umwelt (LfU) die Anforderungen eines ?guten Zustands" im Sinne der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie nicht mehr. Belastungen ergäben sich vor allem durch das in der Landwirtschaft eingesetzte Düngemittel Nitrat. Die Situation werde sich bis 2021 sogar noch verschlechtern, dann seien bereits fast 40 Prozent des bayerischen Grundwassers belastet. Aber auch die Situation bei Legionellen sowie anderen Krankheitserregern, Parasiten und gelösten Inhaltsstoffen wie Arzneimittelrückständen macht Sorge.

Mit welchen Maßnahmen Trinkwasserhygiene in der Gebäudetechnik sichergestellt werden kannn, das ist Inhalt der ganztägigen Fachtagung der Seccua Distribution GmbH am Standort Steingaden.

  • Termin: Freitag, 03. Juni 2016 in 86989 Steingaden/Oberbayern
  • Dauer: 9:30 – 16:00 Uhr
  • Teilnahmegebühr: 69,00 EUR (inkl. 19% MwSt.)
  • Leistungen: Im Leistungsumfang sind die Pausengetränke und an jedem vollen Seminartag ein Mittagessen enthalten. Jeder Teilnehmer erhält ein Zertikat über die Teilnahme.

Um rechtzeitige schriftliche Anmeldung per Formular wird gebeten(siehe Link).

Folgende drei Themenblöcke werden behandelt:

1. Trinkwasserhygiene im Brandschutz zur Umsetzung der DIN 1988 – 600

Feuerlösch- und Brandschutzanlagen in Gebäuden stellen ein hohes Risiko für die Trinkwasserhygiene dar, wenn sie unmittelbar mit der Trinkwasserinstallation verbunden sind, da sie während ihrer Lebensdauer nur sehr selten betrieben werden. Weil sie häufig mit Wasser gefüllt sind, besteht die Gefahr, dass dieses alternde Wasser hygienische Probleme verur-sacht. DIN 1988 – 600 regelt, wie Trinkwasserinstallationen in Verbindung mit Feuerlösch- und Brandschutzanlagen ausgeführt sein müssen. Der Vortrag zeigt auf, was bei der Umsetzung der Vorschriften zu beachten ist.

Referent: Hans-Otto Gistel, Sachverständiger und Referent für Trinkwasserhygiene, Brandschutz und Feuerlöschtechnik (IB Bachmann & Gedinia / DEKRA)

2. Energieeinsparungsverordnung und Trinkwasserhygiene im Einklang – Erfolgskonzept seit 2011 im Neubau / Komplettsanierung

Heißwasserbereiter, wie sie bei Niedrigenergie- bzw. Passivhäusern zum Einsatz kommen, können in der Regel nicht dauerhaft die gesetzlich vorgeschriebene Desinfektionstemperatur von >70°C bereitstellen. Erdwärmepumpen haben z.B. ihren höchsten Wirkungsgrad bei ungefähr 50°C, zu wenig, um eine wirksame Abtötung von Keimen im Leitungsnetz zu ge-währleisten. Wie moderne Heißwasserbereiter, die mit Brennwerttechnik, Solarenergie oder Geothermie betrieben werden, trotz Unterschreitung der zur Keimabtötung bislang als ?Stand der Technik" geforderten Wassertemperatur einen effektiven Schutz vor Legionellen auch bei Niedrigenergie- bzw. Passivhäusern gewährleisten, erfahren Sie hier.

Referent: Dipl. Ing. (FH) Jannick Büntig, Leiter Anwendungstechnik (Seccua GmbH)

3. Nachhaltige Sanierung von Bestandsgebäuden bei dauerhaften Grenzwertüberschreitungen mit Legionella species

Über Monate bestimmten amtliche Duschverbote der Gesundheitsbehörden und extrem erhöhte Legionellenwerte im Trinkwassersystem die Situation in einem großen süddeutschen Apartmenthaus aus den 70er-Jahren mit knapp 300 Wohneinheiten und ca. 500 Bewohnern. Klassische Sanierungsmaßnahmen wie thermische Desinfektion und Chemikalien waren entweder nicht durchführbar oder brachten nicht die erwünschten Erfolge. Das Ingenieurbüro WASSERNETZ beschritt deshalb bei der Legionellensanierung des Gebäudes innovative Wege und setzte im Zusammenspiel mit anderen technischen Maßnahmen auf Membranfiltration.

Referent: Dipl. Ing. Bernhard Bosch, Spezialist für die Sanierung von Trinkwasserleitungsnetzen in der Gebäuden (WASSERNETZ Ingenieurgesellschaft mbH)