Arzneimittel und Medikamentenrückstände im Trinkwasser

Jährlich werden ca. 30.000 Tonnen Arzneimittel in Deutschland verabreicht. Diese werden nach der Einnahme zu 95% mit dem Urin ausgeschieden und gehen mit dem Abwasser über die Kläranlagen in die Oberflächengewässer, und von dort ins Grundwasser.

Ein Drittel der Humanarzneimittel wird unverbraucht entsorgt

3.000 verschiedene Arzneimittelwirkstoffe in 9.000 Präparaten mit einer Menge von 30.000 Tonnen – und das alleine in Deutschland jährlich. Die Menge der eingesetzten Tierarzneimittel ist weitgehend unbekannt. Bei einer repräsentativen Umfrage gaben 16 % der Bevölkerung an, nicht eingenommene Tabletten in die Toilette zu geben. Flüssige Arzneimittel werden von mehr als 40 % der Bevölkerung in der Toilette fortgespült. Als Begründung wurde häufig angegeben, die Flaschen gespült zum Altglas- Recycling zu geben.

Medikamente werden nach der Einnahme bis zu 95 % hauptsächlich mit dem Urin ausgeschieden und gehen mit dem Abwasser über die Kläranlagen in die Oberflächengewässer. Dort sind bisher mehr als 100, davon regelmäßig 80 Wirkstoffe nachweisbar. Ein Teil davon dringt ins Grundwasser vor.

Infos über Arzneimittel in Kürze

  • 3.000 verschiedene Arzneimittelwirkstoffe werden in Deutschland jährlich verabreicht
  • 1/3 der unverbrauchten Medikamente werden unverbraucht über Toiletten entsorgt und gelangen ins Grundwasser
  • 95% der Medikamente werden über den Urin ausgeschieden
Deyan Georgiev / Shutterstock.com

Arzneimittelrückstände im Grundwasser

Die Grundwässer sind (noch) überwiegend frei von Arzneimittel-Rückständen. Sie lassen sich dort feststellen, wo sie in Kontakt mit abwasserführenden Fließgewässern stehen. Bei Untersuchungen in Baden-Württemberg wurden in einem Drittel der Grundwasserproben Rückstände gefunden (Sacher, F. et al. 2002), in Hessen bei 38 % der Proben Spuren, bei 30 % merkliche Rückstände (Berthold, G. et al. 1998), wobei den Grundwasserleitern die Eigenschaft eines “chemischen Langzeitgedächtnisses” zugeschrieben wird. Ein Beispiel dafür ist der Nachweis von Barbituraten im Jahre 2006 im Grundwasser im Einflussbereich des Elbe-Nebenflusses Mulde. Diese Beruhigungsmittel waren in den 1950er und 1960er Jahren im Einsatz.

Arzneimittel-Rückstände sind im Trinkwasser dort nachgewiesen worden, wo es aus Uferfiltrat oder mit Abwasser belastetem Grundwasser gewonnen wird. Die gemessenen Konzentrationen liegen meist im ein- oder zweistelligen Nanogramm-Bereich. Bei der Bewertung ist zu berücksichtigen, dass der vorgegebene gesundheitliche Orientierungswert für diese Substanzen im Trinkwasser bei 100 ng/l liegt. Die Analysenergebnisse von Stoffen gleicher Wirkung sind dabei zu addieren.

Antibiotikaresistenz durch Arzneimittelrückstände im Trinkwasser

Die höchsten Konzentrationen von Arzneimittelrückständen, darunter auch Antibiotika, finden sich in den Kläranlagen-Ausläufen. Dort sind sie um ein Mehrfaches größer als in den Flüssen, die das gereinigte Abwasser aufnehmen. Die Belastung entspricht hier etwa derjenigen durch Pflanzenschutzmittel (Pestizide). Es besteht darüber hinaus die Gefahr, dass antibiotikaresistente Bakterien aus dem Krankenhausabfall in den Wasserkreislauf geraten. Noch gefährlicher wird es werden, wenn künftig immer mehr biotechnologisch entwickelte Arzneien hinzukommen.

Entlarvend dazu die Aussage von Tamara Grummt, Toxikologin aus dem Umweltbundesamt: "Für diese neuen Umweltschadstoffe überwiegt derzeit das toxikologische Nichtwissen".

Im Bodensee liegen die Arzneimittel-Wirkstoffkonzentrationen im Flachwasserbereich auf einem vergleichbaren Niveau wie in seinen Zuflüssen. In uferfernen tieferen Wasserschichten des Sees wurden weniger Stoffe in deutlich geringeren Konzentrationen nachgewiesen als in der Flachwasserzone (www.lubw.baden-wuerttemberg.de).

Als erster Wirkstoff wurde Clofibrinsäure in Gewässern analysiert. Sie ist in Flüssen öfter in Konzentrationen zwischen 30 und 220 ng/l festgestellt worden (Stan, H. J. et al. 1994). In Baden-Württemberg wurden in den Jahren 2000 und 2001 25 Arzneimittelwirkstoffe regelmäßig in verschiedenen Flüssen festgestellt. Es fällt auf, dass die Konzentrationen im Rhein und in der Donau niedriger liegen als in kleineren Flüssen. In Hessen und Rheinland-Pfalz sind psychoaktive Drogen in verschieden Flüssen nachgewiesen worden. Dabei lagen die Konzentrationen im Rhein, in der Mosel und Lahn häufiger unter der Nachweisgrenze als in den kleinen südhessischen Fließgewässern Wickerbach, Landgraben, Eschbach, Schwarzbach, Erlenbach, Bieber und Rodau (Hummel, D. et al. 2006). (Mit solchen Analysen lassen sich auch Rückschlüsse auf den Verbrauch illegaler Drogen in einzelnen Flusseinzugsgebieten ziehen).

Arzneimittel im Trink- und Grundwasser

  • 16 Wirkstoffe sind auch im Trinkwasser analysiert worden
  • bei 1/3 der Grundwasserproben wurden bereits Arzneimittelwirkstoffe nachgewiesen
  • Entwicklung antibiotikaresistenter Bakterien
  • Große Gefahr durch zukünftig biotechnologisch entwickelte Arzneien

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