Krankheiten, die durch Trinkwasser übertragen werden können

Wir nehmen in unserem Leben insgesamt ca. 150.000 Liter Wasser zu uns. Das ist eine beachtliche Menge. Täglich nehmen wir durch das Trinkwasser unterschiedlichste Substanzen auf – manche davon können zu schwerwiegenden Krankheiten führen.

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Antibiotikaresistenzen, Allergien

Durch verschiedene Arzneimittelrückstände, die durch häusliches Abwasser in Flüsse, Seen ins Grundwasser und von dort ins Trinkwasser gelangen

Hormonstörungen, Unfruchtbarkeit

Endokrin wirksame Substanzen (natürliche und künstliche Östrogene, Industriechemikalien, Pestizide), die durch menschliche und tierische Ausschneidungen ins Grundwasser kommen, stören unseren Hormonhaushalt

Durchfall, Erbrechen, Fieber

Durch Fäkalkeime oder Parasiten in Quellen in Alpen und Mittelgebirgen, Brunnen mit niedriger Tiefe, Stadtnetze bei Rohrleitungsschäden und intaktem Zustand

Schwere Pneumonie (Legionellose)

In stehenden Bereichen der Leitungsnetze können sich Legionellen in öffentlichen Wasserversorgungen unbeschwert vermehren – vor allem Warmwassernetzen bieten optimale Voraussetzungen

Veränderungen der Organe & des Gewebes

Durch Pestizide, die über die Landwirtschaft ins Grundwasser gelangen

Infektionskrankheiten, Entzündungen

Infekte werden durch Viren im Trinkwasser verursacht. Pseudonomonas aeruginose in Kaltwasserversorgungen aus dem Grundwasservorkommen können für Entzündungen oder Eiterbildungen sorgen

Krankheitserreger im Trinkwasser

Trinkwasser enthält im Durchschnitt zwischen 50.000 und 150.000 aktiver Zellen pro Milliliter – was zu einer massiven Keimbelastung in Gebäuden führen kann. Folgende Krankheitserreger können sich im Trinkwasser befinden und auf dem Weg ins Gebäude in den Rohrleitungen vermehren.

Viren

Infektionskrankheiten durch Viren im Trinkwasser

Viren können im Trinkwasser in öffentlichen Versorgungsnetzen immer wieder auftreten und dabei Infektionskrankheiten verursachen. Während dieses früher vor allem für die Hepatitis A und der Hepatitis E beobachtet wurde, sind in den letzten Jahren mehrere größere und kleinere Epidemien von Norwalkvirusinfektionen beschrieben worden, auch in Europa.

Alle trinkwasserrelevanten Viren stammen aus Fäkalien und sind im Abwasser auch nach mehrstufiger konventioneller Klärung regelmäßig noch nachweisbar. Sie sind den zugelassenen Desinfektionsverfahren gut zugänglich, soweit sie nicht in größere Partikel integriert sind. Folglich kommt der Partikelabscheidung bei der Aufbereitung eine besonders große Bedeutung zu.

Die Virusfreiheit des abgegebenen Trinkwassers kann mit der erforderlichen Sicherheit durch virologische Untersuchungen nicht nachgewiesen werden.

Untersuchungen zur Verunreinigung des Trinkwassers sind nicht ausreichend

Die standardmäßige Untersuchung von 100-mLProben auf E. coli und coliforme Bakterien ist dafür ebenfalls nicht ausreichend. In Gebieten, in denen das Risiko der Verunreinigung des Trinkwassers mit Fäkakeimen hoch ist, ist demzufolge auf das Risiko der Belastung des Wassers mit Viren erhöht.

Zu solchen Risikogebieten zählen oft Trinkwasserversorgungen in den Alpen oder den Mittelgebirgen.

Weitere Infos zu Viren im Trinkwasser

Häufiges Auftreten von Fäkalkeimen in kleineren (dezentralen) Wasserversorgungen in Bayern (LGL Bayern)

Fäkalkeime im Trinkwasser

Häufige Nachweise von Fäkalkeimen in öffentlichen Wasserversorgungen

Fäkalkeime treten in öffentlichen Wasserversorgungen immer wieder auf. In Bayern dokumentiert das Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Gesundheit im Jahr 2008 krankheitserregende Fäkalkeime in:

  • bis zu 10% aller öffentlichen, größeren Wasserversorgungen
    mit mehr als 1 Mio. Liter Wasser Produktionsleistung im Jahr
  • bis zu 34% aller öffentlichen, kleineren Wasserversorgungen
    mit weniger als 1 Mio. Liter Wasser Produktionsleistung im Jahr

Keimbelastungen auch in Mineral- und Tafelwasser

Auch in Proben von Mineral- und Tafelwasser werden vielfach Keimbelastungen festgestellt. Oft kann dies zurückgeführt werden auf Vorkommen der Keime schon in den Quellen und nicht-sterile Abfüllbedingungen, in Verbindung mit langen Transportwegen der Wasserflaschen, wobei das Wasser of lange Zeit warmen Temperaturen in der Sonne, warmen LKWs oder beheizten Verteilzentren ausgesetzt wird.

Das Bayerische Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Gesundheit stellt in bis zu 13% untersuchter Tafelwasserflaschen und bis zu 3% untersuchter Mineralwasserflaschen coliforme Fäkalkeime fest.

mehr zu Flaschenwasser

Parasiten im Trinkwasser

Durchfall durch Parasiten im Trinkwasser

Parasiten, allen voran die Parasitenarten Cryptosporidium parvum und Giardia lamblia, verursachten immer wieder Epidemien – zuletzt in den Jahren zwischen 1980 und 2000. Die schwerwiegendste Epidemie hierbei trat in Milwaukee auf, wo durch Cryptosporidien, die durch dasTrinkwasser trotz Chlorierung übertragen wurden, mehr als 400.000 Menschen erkrankten und über 100 Menschen starben.

Erkrankungen durch Cryptosporidien führen zu heftigen Durchfällen, die in vielen Fällen, vor allem bei schwachem Immunsystem der Betroffenen, zum Tod führen können.

Auch in Deutschland vermutet das Umweltbundesamt eine mögliche Belastung des Trinkwassers durch derartige Parasiten. Daher wird die Aufbereitung des Trinkwassers in Wasserwerken empfohlen, deren Wasser oft durch erhöhte Trübungswerte auffällig wird. Vor allem sollen entsprechende Technologien zur Abtrennung der Parasiten aus dem Wassers verwendet werden: sterische Vorgänge, also feinste Filter, wie die Seccua Ultrafiltration.

Mit Ultrafiltration zu gereinigtem Wasser

Da die Technologie der Ultrafiltration bisher zwar in den USA, Kanada, England und anderen Ländern, aber nicht in Deutschland zur Trinkwasserentkeimung per Regelwerk verordnet wird, geschieht eine derartige Aufbereitung nur in den seltensten Fällen.

In Bayern wird die Ultrafiltration schon in vielen Gebieten, wie beispielsweise einigen Regionen im Bayerischen Wald oder dem Voralpenland standardmäßig vorgeschrieben, aber aufgrund der zögerlichen Investitionshaltung der Gemeinden (Schlaglöcher sind sichtbarer als Krankheitserreger!) nur langsam umgesetzt.

Weitere Infos zu Parasiten im Trinkwasser

Umweltbundesamt: Empfehlung zur Vermeidung der Kontamination des Trinkwassers mit Parasiten

Pseudomonas aeruginosa im Trinkwasser

Über kontaminierte Bauteile in die Hausanschlussleitung

Pseudomonas aeruginosa gelangt entweder über die Hausanschlussleitung in ein Hausinstallationssystem oder wird bei Arbeiten an der Installation bzw. bei der Neuinstallation durch kontaminierte Bauteile oder Werkzeuge und Arbeitsmaterial eingebracht. Totleitungen und Stagnationen in der Hausinstallation fördern die Vermehrung. Betroffen sind insbesondere Kaltwasserleitungssysteme inklusive deren Entnahmestellen, in Einzelfällen auch Warmwasserleitungssysteme.

Zudem wird erwartet, dass die Verbreitung von Pseudomona im Grundwasser durch klimabedingte Erwärmung des Grundwassers in Zukunft zunehmen wird.

Eine Kontamination des Leitungsnetzes und der Entnahmestellen kann insbesondere für Risikopatienten schwerwiegende Folgen nach sich ziehen.

Schwerwiegende Folgen für Risikopatienten

Zu den Risikopatienten, die anfällig für Pseudomonas aeruginosa sind, gehören u.a.:

  • Mukoviszidose- sowie Bronchialerkrankte
  • Transplantatempfänger
  • Patienten nach schweren Operationen
  • beatmete Patienten auf Intensivstationen (erhöhtes Risiko!)
  • Verbrennungspatienten – Pseudomonaden gelten als ursächliche Erreger von schweren Hautinfektionen

Studien zeigen, dass in bis zu 30% aller zahnärztlichen Behandlungseinheiten erhöhte P. aeruginose – Konzentrationen auftreten, die bei den Patienten zu Entzündungen im Rachenraum führen können.

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